Repowering- und Ausbauprojekt Windpark Gütsch
Auf dem Gütsch in Andermatt wurde im Gebiet der Korporation Ursern der bestehende Windpark im Besitz des EW Ursern mit einer zusätzlichen Anlage erweitert und eine bestehende Anlage durch ein leistungsstärkeres Modell ersetzt. Das EW Ursern produziert auf dem Gütsch seit 2004 Strom aus Windkraft. 2010 und 2012 erfolgte ein erster Ausbau des Windparks auf dem Gemeindegebiet von Andermatt. Die zwei neuen Windenergieanlagen haben eine Leistung von je 2.3 Megawatt. Durch diesen Zubau kann eine zusätzliche Stromproduktion von rund 7 Gigawattstunden pro Jahr erreicht werden. Daniel Gisler betont: «Die jährliche Energiemenge des Windparks des EW Ursern beträgt je nach Windaufkommen zwischen 11 und 12 Gigawattstunden, was mehr als einer Verdopplung der bisherigen Stromproduktion entspricht.»
Neubauprojekt Windpark Uri
Der Windpark Uri wurde im Gebiet der Korporation Uri im oberen Riental auf dem Gemeindegebiet von Göschenen realisiert und liegt somit im Versorgungsgebiet von energieUri. Erste Pläne dafür gab es bereits seit 2019, welche in den Folgejahren in Zusammenarbeit mit dem Kanton Uri, der Korporation Uri und dem Bundesamt für Energie vorangetrieben wurden. Die Projektverantwortlichen von energieUri errichteten für die Windpark Uri AG ebenfalls zwei Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 4,6 Megawatt, was eine Jahresproduktion von circa 8,5 Gigawattstunden erneuerbarer Energie ermöglichen soll. Werner Jauch, CEO von energieUri und Verwaltungsratspräsident der Windpark Uri AG, betont: «Windenergie ergänzt unser Energieportfoliooptimal. Gerade in den Wintermonaten leisten die Windenergieanlagen einen wichtigen Beitrag zur erneuerbaren Stromversorgung, da rund 60 Prozent der Windenergieproduktion in die kalte Jahreszeit fallen – genau dann, wenn erneuerbarer Strom besonders gefragt ist.» An der Windpark Uri AG sind neben der energieUri AG, auch die Korporation Uri und die Andermatt Swiss Alps AG im Rahmen eines Partnerwerks beteiligt.
Wertschöpfung bleibt in der Region
Neben der zusätzlichen erneuerbaren Stromproduktion profitiert auch die Urner Wirtschaft von den beiden Projekten. Für die Realisierung wurden zahlreiche Aufträge an Unternehmen aus Uri vergeben. Damit konnte ein bedeutender Teil der mit den Bauarbeiten verbundenen Wertschöpfung in der Region gehalten werden. Auch Bau- und Energiedirektor Hermann Epp unterstreicht die Bedeutung der Projekte für den Kanton: «Mit den im oberen Riental und auf dem Gütsch realisierten Windprojekten wurde im Kanton Uri ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende erbracht. Gleichzeitig hat das Projekt viele Aufträge für Urner Unternehmen generiert, trägt zur Sicherung von lokalen Arbeitsplätzen bei und führt zu einem grossen volkswirtschaftlichen Nutzen für das Urserntal und den ganzen Kanton Uri.»
Gute Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Die erfolgreiche Realisierung der beiden Windenergieprojekte ist das Ergebnis einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, anlässlich welcher das vorhandene Synergiepotential bestmöglich genutzt wurde. Die Umsetzung der beiden Projekte in der alpinen Umgebung stellte dabei besondere Anforderungen an Planung, Bewilligungsverfahren, Logistik und Bauausführung. Die Projektanten bedanken sich an dieser Stelle bei den verantwortlichen Stellen des Kantons Uri, den Gemeinden Andermatt und Göschenen, den Korporationen Uri und Ursern für die Unterstützung und die konstruktive Begleitung während der gesamten Projektphase. Ein besonderer Dank gilt ebenso allen Planern, Unternehmen, Mitarbeitenden und weiteren Beteiligten, die mit ihrem Engagement und ihrer Fachkompetenz zur erfolgreichen Realisierung der beiden Projekte beigetragen haben. Dass die beiden Windprojekte heute erfolgreich in Betrieb sind, ist nicht zuletzt Ausdruck der guten und lösungs-orientierten Zusammenarbeit. Mit der Einweihung der beiden Windparks konnte ein Projekt abgeschlossen werden, das vor gut zwei Jahren mit dem gemeinsamen Spatenstich begonnen hatte. Was damals als wichtiger Schritt für die Urner Energieproduktion angekündigt wurde, ist heute sichtbare Realität: Mehr erneuerbare Energie, mehr Winterstrom und mehr regionale Wertschöpfung – produziert mitten in den Urner Bergen.
Bild: Georg Simmen, Bildungsdirektor Kanton Uri; Marcel Christen, Talamann Korporation Ursern; Kurt Schuler, Präsident Korporation Uri; Daniel Furrer, Landammann Kanton Uri; Daniel Gisler, Verwaltungsratspräsident EW Ursern; Werner Jauch, CEO energieUri; Patrick Dubacher, Geschäftsführer EW Ursern und Hermann Epp, Baudirektor Kanton Uri.

